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Ernährung:

Frettchen sind Raubtiere. Deshalb besteht die Nahrung aus 80% Fleisch und 20% Pflanzlicher Kost. Fleisch in allen Variationen kann roh verfüttert werden. ACHTUNG: KEIN ROHES SCHWEINEFLEISCH. Dieses kann die  Aujeszkyschen Krankheit (Pseudowut) übertragen, welche zum Tode des Frettchens führt.

Futtertiere wie Mäuse, Wachteln, Ratten und Kücken werden meistens gern genommen und sind die ideale Ergänzung zur korrekten Ernährung für Frettchen.

Qualitativ hochwertiges Trockenfutter speziell für Frettchen sollte einen Rohprotein Anteil um die 34% und einen Rohfettanteil über 20% haben. Genau so sollte der Proteinanteil möglichst hoch sein. Gemüse, Früchte und Getreide sollten nicht enthalten sein.  Zucker, Salz und Lockstoffe gehören ebenso nicht in ein Frettchenfutter. Der Pflanzliche Anteil sollte aus Zuckerrüben (hat nichts mit Zucker zu tun) oder Reis bestehen.

Frettchen haben einen sehr kurzen Darm, deshalb ist es wichtig dass sie immer Futter zur Verfügung haben. Wenn sie wach sind, verdauen Frettchen in 2 – 3 Stunden, das heisst dass sie auch in diesem Zeitraum Nahrung brauchen.

Ausführlichere Informationen mit Links zu den Bezugsquellen findest Du Hier.

 

Medizin & Gesundheit:

Frettchen haben eine spezielle Anatomie, welche nicht zur Allgemeinbildung der Tierärzte gehört. Deshalb ist es wichtig, sich vorgängig einen Frettchen erfahrenen Tierarzt zu suchen. Dazu geben wir gerne Auskunft. Unter Umständen müssen aber  lange Anfahrtszeiten in Kauf genommen werden. Umso wichtiger ist es auch, selber bereits etwas über die Anatomie, das Verhalten und die Gewohnheiten der Tiere zu wissen um schnelles und effektives Handeln zu gewährleisten.

Frettchen müssen wie Hunde jährlich geimpft werden. In der Schweiz wird mit dem gleichen Impfstoff wie bei Hunden geimpft. Wichtig dabei ist, dass der Staupeschutz gewährleistet ist. Tollwut muss innerhalb der Schweiz nicht geimpft werden, da wir tollwutfrei sind.

Auch sollten Frettchen kastriert werden. Rüden werden in der Ranz unausstehlich, das heisst sie schleppen alle Artgenossen permanent ab, zeigen ein aggressives Verhalten und sie haben einen stärkeren Eigengeruch. Fähen müssen auf jeden Fall kastriert werden, da sie in die Dauerranz kommen, das heisst der Körper gibt permanent Hormone ab. Wird die Fähe nicht gedeckt, stoppt der Körper die Hormonzufuhr nicht und das Tier wird regelrecht vergiftet und stirbt mit grosser Wahrscheinlichkeit letztendlich daran.

 

Woran erkennt man dass eine Fähe in die Ranz kommt:

·         Verhalten:
Auch Fähen werden "rüppeliger", das heisst auch sie können Artgenossen abschleppen und sind im Spielviel gröber. Es wird markiert (wie beim Rüden auch) und es kann sogar dazu kommen, dass eine Fähe in der Ranz nur noch das aller Nötigste frisst.

·         Geruch:
Auch der Geruch verändert sich. Nicht ganz so stark wie beim Rüden, aber auch merklich.

·         Optisches:
Wenn die Fähe in die Ranz kommt, hat sie zuerst Ausfluss. Dann schwillt das Geschlechtsteil, die Vulva, merklich an, von Erbsengrösse (nach ca.4Tagen) bis hin zur Kirschkerngrösse (nach ca. 7 Tagen).
=> Siehe Bild

 

Dann sollte die Fähe zur Kastration angemeldet werden.
Je früher in der Ranz, desto einfacher ist die Katsration und das Risiko verstärkter Blutung ist kleiner während der OP, da die Geschlechtsorgane stärker durchblutet sind während der Ranz.

Für die Grossansicht des Bildes einfach drauf klicken.

Wie alle anderen Tiere sind Frettchen auch nicht gefeilt vor Krankheiten oder Parasiten. Wichtig dabei ist, sein Tier zu kennen und auf kleine Veränderungen zu achten und diese nicht als harmlos zu betrachten. Kontrolliere regelmässig das Gewicht der Frettchen, schaue dir seinen Kot an und das wichtigste um Parasiten vorzubeugen: Die Klos, Schlafplätze, Näpfe usw. sauber halten. Zu grosse Veränderungen im Verhalten des Frettchens könnten auf eine Krankheit hinweisen.

Frettchen sind wahre Meister im Symptome verstecken. Fällt Dir eine negative Veränderung bei Deinem Tier auf, beobachte es und geh beim Tierarzt vorbei. Besser ein mal zu viel als ein mal zu wenig.

Eine ausführliche Beschreibung in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt von Krankheiten, Symptomen und Probleme der Frettchen findest Du Hier (Frettchenhilfe - Schweiz).

Sonderfarben……

Alle Farben die nicht Iltis, Albino, Harlekin oder Siam sind, gelten als Sonderfarben. Dazu gehört z.B. die Farbe Panda, Badger oder auch die Bezeichnung für die Felllänge Angora. All diese, um nur einige zu nennen, können Gendefekte aufweisen. Taubheit, Hodenhochstand oder, bei Angora Fähen die Unfähigkeit Welpen zu säugen, sind keine Seltenheit. Mehr hierzu auf Frettchenhilfe-Schweiz.

 

 

Wenn du noch Fragen hast oder dich auch einfach nur gerne mit anderen Frettchenhaltern/interessierten austauschen möchtest, bist du herzlich willkommen in unserem FORUM.

Falls du gerne einen Schnupperbesuch machen möchtest, zögere nicht uns ein Mail zu schreiben. Gerne laden wir dich ein, bei einem von uns reinzuschauen, die Rabauken kennen zu lernen und deine Fragen persönlich zu beantworten.

 

 

 

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